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Gesellschaftshaus brennt! Wird jetzt der Rest der Denkmäler auch noch vernichtet?

Heute Nacht brannte das Gesellschaftshaus. Der Teil des Hauses an der Regattastraße brannte aus. Damit sind solche Räume, wie das Hochzeitszimmer verloren. Zum Glück hat das Feuer nicht auf die benachbarten Gebäude übergegriffen. Der große Saal ist nicht betroffen und wartet weiter darauf durch den Investor vernichtet zu werden.

taz schreibt: „Berlins Riviera war einmal“

16.04.2019 Berlin
Interessanter Artikel in der TAZ, der endlich einmal nicht nur die Meinung von Investoren, Bezirkspolitikern und Amtsmitarbeitern wieder gibt:

Ausflugsziel weicht Seniorenresidenz

Berlins Riviera war einmal

Ein Investor in Grünau baut eine luxuriöse Seniorenresidenz und reißt Teile des historischen Ausflugsziels ab.

zum Artikel

Das Denkmal wird vernichtet, 8.März 2019

Art-Deco-Saal und die Räume zum Wasser sind zu Schutt geworden, nur der Saal steht noch. Im Hintergrund das Gesellschaftshaus.

Stand 8.März 2019: Das Denkmalensemble Riviera ist fast vollständig zerstört. Art-Deco-Saal, Räume zum Wasser und der Garten sind zu Schutt geworden. Der Saal Riviera steht als einziger Rest.

Bezirk Treptow-Köpenick erteilt Baugenehmigung zur Vernichtung der Denkmale Riviera und Gesellschaftshaus

Laut Info der Nachbarn hat der Bezirk Treptow-Köpenick am 12.12.2018 die Baugenehmigung für das umstrittene Bauvorhaben erteilt. Damit bekräftigt der Baustadtrat Hr. Hölmer(SPD) und seine Stadtplanungsamtsleiterin Fr. Zeidler ihre Position, dass Grünau kein Ort der Naherholung und des Sports für die Berliner mehr sein sollen. Statt dessen plant die SPD offensichtlich eine weitere Bebauung der Seeufer mit Luxuswohnungen. Die letzten Ausflugsgaststätten im Südosten Berlin sind damit Geschichte, es gibt keine weiteren öffentlichen Gaststätten am Wasser, dort sind jetzt allerorts hochpreisige Wohnanlagen.

Für die Berliner ist dies kein Ort der Naherholung mehr. Die im Projekt integrierte Gaststätte soll ausdrücklich keine überregionale Ausstrahlung mehr haben. Gewonnen hat nur einer: Die Spekulanten Fr. und Hr.  Salahatin Erdem haben mit Hilfe des Baustadtrats Hölmer 14 Millionen Euro erhalten. Der Ort und die Denkmale sind auf der Strecke geblieben. Das auf allen öffentlichen Veranstaltungen beschworene ehrenamtliche Engagement der Bürger wurde mit Füßen getreten. Ehrlicherweise sollte die Sozialraumorientierte Planungskoordination ihren Dienst einstellen, so würden wenigstens die Steuergelder gespart.

Zusammen mit der Schließung des Bürgerhauses in Verantwortung des Bezirksbürgermeisters Hr. Oliver Igel(SPD) sind damit alle öffentlichen Angebote im Ortsteil Günau abgeschafft und die Seegrundstücke erfolgreich der privaten Verwertung übergeben worden.

Bereits vor 2 Jahren wurde das Wassersportmuseum in Kisten verpackt und ins Archiv gestellt. Die Regattastrecke dümpelt vor sich hin. Man darf gespannt sein, wann es dem Sport an den Kragen geht. Dann könnte man auch noch die Bootshäuser Spekulanten übergeben.

Endlich ist Grünau die Schlafstadt, in der es keine Restaurants mehr gibt. Damit ist die von der  Stadtplanungsamtsleiterin Frau Zeidler so gefürchtete Ruhestörung gebannt.